Schloss Zwingenberg

Schloss Zwingenberg

Erstens kommt es anders, zweitens als man denkt. Hatte ich mich doch gestern Abend auf ein Essen im Restaurant Staufers gefreut. Umso größer meine Enttäuschung als mir gesagt wurde, das wäre leider komplett ausgebucht. Also nochmal rein in die kleine Ortschaft und dort nach einem Restaurant gesucht, was aber nicht weiter schwierig war.

Heute Morgen bin ich dann bei bestem Wetter aufgestanden. Somit schon mal eine gute Entscheidung, in Bad Wimpfen zu verlängern. Nach dem Frühstück ging es dann los in Richtung Heidelberg. Die ersten Kilometer waren mir schon bekannt, denn die bin ich gestern entlang des Neckars spaziert. Der Neckar fliest hier in vielen Schleifen noch in der Hauptrichtung Norden. Vorbei ging es an Heinsheim, Gundelsheim, Hassmersheim, Neckarelz bis Zwingenberg. Meist direkt am Fluss entlang, manchmal wurde eine Schleife aber auch einfach “abgekürzt”. Das war dann in der Regel mit kurzen aber ordentlichen Anstiegen verbunden. Entlang der ganzen Strecke finden sich viele Burgen, Schlösser und mittelalterliche Türme. Besonders beeindruckend war für mich dann aber schon Schloss Zwingenberg. 

Bereits schon ab Mosbach, bzw. Neckarelz fliest der Neckar dann entlang des Odenwalds. In Neckar-Wimmersbach ändert der Neckar dann seine Richtung um 90 Grad und fliest ab hier in der Hauptrichtung Westen. Die ganze Gegend ist sehr naturnah mit viel Wald – klar, heißt ja auch Odenwald :-). Bei Hirschhorn macht der Neckar nochmals eine ganz enge 180 Grad – Schleife und man befindet sich unvermittelt in Hessen. Auch Hirschhorn hat eine sehr schön erhaltene Burganlage mit einem Schloss – inzwischen ein Hotel – einem Gefängnisturm und einer Klosterkirche. 

Von hier geht es auf geschotterten Wegen weiter durch den Wald. Die Qualität der Wege ist teilweise grenzwertig für ein vollbeladenes Reiserad, was öfter zur Schrittgeschwindigkeit zwingt. Erst bei Neckarsteinach geht es wieder auf die andere Neckarseite und hier auf geteerten Wegen weiter. Nun war es auch nicht mehr weit bis Heidelberg. Von der gegenüberliegenden Neckarseite aus hatte ich einen schönen Blick auf die Altstadt von Heidelberg und das Schloss. Allerdings war das vorwärts kommen nicht so einfach, denn es herrschte enormer Verkehr und es gab nur einen schmalen Geh- und Radweg, in dem sich in der Mitte noch Bäume in kurzen Abständen befanden. So war langsames Tempo angesagt.

Als es über die Theodor-Heuss-Brücke ging, hieß es Abschied nehmen vom Neckar. Mein Ziel war ja nicht Mannheim, wo der Neckar in den Rhein mündet, sondern Karlsruhe. Nach ein paar letzten Bildern vom Neckar ging es mitten durch den Stadtverkehr von Heidelberg mit ziemlich rücksichtslosen Autofahrern. Eine Radfahrerin nur ein paar Meter vor mir wurde fast von einem Auto umgefahren, das plötzlich der Meinung war, auf dem Radstreifen fahren zu müssen. Aber schon kurz darauf gab es wieder Radwege neben der Straße und nach wenigen Kilometern zweigte die Route ab auf kleinste Landwirtschaftliche Straßen, die nur den Radfahrern und Fußgängern vorbehalten waren. So ging es über Pfaffengrund, Eppelheim, durch Plankstadt hinein nach Schwetzingen, meinem heutigen Etappenziel. Mein Hotel lag äußerst zentral, direkt am ebenfalls sehenswerten Schwetzinger Schloss. Im Vergleich zu Bad Wimpfen war das Zimmer dann doch sehr ernüchternd – aber eher dem Standard in Deutschland entsprechend :-).

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