Tja, so wie auf dem Teaser-Bild sieht’s aus, wenn’s regnet, die Kameralinse nass ist und es dann auch noch fast schon Mountenbike-mäßig über Stock und Stein durch den Wald geht. Aber mal wieder der Reihe nach. Gestern Abend sah es noch so aus, als ob sich der Wetterbericht getäuscht hätte und der große Regen vorbei ist. Am Morgen hingen die Wolken dann wieder sehr tief und beim Aufstehen hat es noch in Strömen geregnet. Aber nach dem Frühstück und dem Zusammenpacken war es bei der Abfahrt dann zumindest von oben trocken. Hatte ich mich nicht vor ein paar Tagen noch über eine Kreditkartengebühr von 1,8% geärgert? Heute waren es schon 3,5%, aber man gewöhnt sich …

Ich war jedenfalls sehr froh, dass es beim losfahren nicht geregnet hat und habe gehofft, dass mir Petrus auch den Tag über treu bleiben wird. Erstmal musste ich wieder zurück Richtung Gmund, denn da hatte ich vor zwei Tagen den Bodensee-Königsee-Radweg verlassen. Und wie sich das für das Alpenvorland gehört, ging es natürlich gleich wieder ordentlich bergauf und vorbei an einem Golf-Ressort mit ganz eigenen Regeln (siehe Bild unten). Hinter Marienstein war es dann aber vorbei mit der geteerten Welt und der Radweg folgte einem Gebirgsbach mitten durch den Wald. Für mein Tourenrad mit all dem Gepäck war die Wegequalität echt grenzwertig und ich war heilfroh, dass es, bis auf wenige Ausnahmen, für mich nur bergab ging. Vor allem, weil dieser Abschnitt fast 10 KM lang war. Entsprechend taten mir die entgegen kommenden Radler leid, die das alles mühsam bergauf strampeln mussten. Auf diesem Abschnitt war es auch empfindlich kalt und habe schon überlegt, in welcher meiner Satteltaschen ich welche wärmenden Kleidungsstücke habe, die ich noch anziehen könnte. Zwischendurch hat es auch immer mal wieder geregnet, zum Glück aber nie für lange.

Nachdem das geschafft war, war dann auch bald schon Bad Tölz erreicht. Hier läuft die Streckenführung zwar schön verkehrsberuhigt, dafür aber durch stinklangweilige Wohngebiete. Einzig bei der Überquerung der Isar war ich dann mal etwas zentraler. Hinter Bad Tölz folgt der Radweg dann mal wieder einer stark befahrenen Bundesstraße und ist damit wenig berichtenswert. Das ändert sich erst wieder ab Benediktbeuren, hier führt der Radweg direkt am Kloster St. Benedikt vorbei und dann durch’s Hinterland, bis Kochel am See erreicht ist. Vom See selber sieht man fast nichts, nur bei der Überquerung der Loisach kann man einen Blick darauf erhaschen. 

Auch von hier führt der Radweg wieder wenig spektakulär an einer stark befahrenen Straße über Schlehdorf und Großweil entlang und führt dann parallel zur A95 Richtung Murnau bevor die Wegführung einen Knick nach links macht und es nach Ohlstadt, meinem heutigen Etappenziel, geht. Ohlstadt wirbt mit einem einzigartigen Blick auf die Zugspitze, ich muss aber gestehen, ich bin nicht sicher, ob hier schon die richtige Blickrichtung hatte. Morgen soll aber das schlechte Wetter endgültig vorbei sein, vielleicht öffnet das dann einen anderen, viel schöneren Blick auf die Berge. Mal sehen.

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Kategorien: Radreisen

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