Heute war ein echter Ruhetag. Es hat den ganzen Tag geregnet bei Temperaturen um 10 Grad. Also genau das richtige Wetter, um im Bett zu bleiben oder die zwei noch ausstehenden Tagebucheinträge zu schreiben oder mal wieder große Wäsche zu waschen oder die Ausrüstung in Ordnung zu bringen. Ihr seht, nichts worüber sich zu schreiben lohnt.

Außerdem plagt mich heute mein schlechtes Gewissen, denn meine Kameraden und Freunde vom Musikverein müssen seit heute Mittag schwer schuften und das große Festzelt anlässlich unseres Weinfestes aufstellen. Durch die Urlaubsregel in diesem und den nächsten beiden Jahren kann ich zum ersten Mal, seit ich im Verein bin, nicht mithelfen. Also, ich könnte schon, aber dann würde es keinen Urlaub geben. Und da der Urlaub bei mir schon etwas ist was ich für mich gerne in Anspruch nehme, habe ich eben ein schlechtes Gewissen.

Gegen 16:00 Uhr hat der große Regen dann plötzlich aufgehört und ich habe die Gelegenheit beim Schopf gepackt und bin noch zwei Stunden entlang des Tegernsees und der Ortschaft Bad Wiessee spazieren gegangen. Ein paar wenige Bilder davon seht ihr unten.

Da ich immer wieder danach gefragt werde, und heute auch die Zeit dazu bleibt, noch ein paar Worte dazu, womit die Bilder, die ich hier zeige, zustande kommen. Wer kein Interesse an dem technischen Kram hat, kann jetzt aufhören zu lesen, jetzt wird’s nerdig :-).

Da gibt es zum einen natürlich das Smarphone, in meinem Fall ein iPhone 6. Damit mache ich allerdings die wenigsten Bilder, nöchstens mal ein Selfie oder ein Schnappschuss am Abend auf der Suche nach einem Restaurant, wenn ich sonst nichts dabei habe. Dann gibt es eine winzig kleine Sony Cyber-shot, die trotz ihrer Winzigkeit einen unglaublichen 10-fachen optischen Zoom hat, dazu bis zu 18,2 Megapixel Auflösung mitbringt und auch sonst für eine Kleinbildkamera super Aufnahmen produziert. Ich bin sehr froh, diese Kamera gefunden zu haben, denn am Anfang war die komplette Lenkertasche immer voll mit einer Systemkamera oder gar einer zentnerschweren Spiegelreflex.

Ja, und als drittes gibt es noch eine Drift Ghost-S Action-Cam. Für die habe ich mir unter der Lenkertasche eine Halterung ranbauen lassen, so dass die Kamera während der Fahrt meist gar nicht auffällt. Ich habe mich für dieses Modell entschieden, weil es nicht so eckig daher kommt wie die Hero von GoPro (ich hatte die Kamera früher schon als Helmkamera auf dem Motorrad). Außerdem ist sie ohne Zusatzgehäuse wasserdicht und es gibt dafür eine Fernbedienung, die am Lenger befestigt ist und mit der ich während der Fahrt die Bilder aufnehmen kann. Ich verwende die Kamera nur im reinen Fotomodus, Videos sind nicht mein Ding. Mit dieser Kamera entstehen die meisten Bilder, denn durch den Weitwinkel, den diese Action-Cams haben, kann man eine unglaubliche Bandbreite aufnehmen. Gleichzeitig ist die Auflösung mit bis zu 12 Megapixel so groß, dass ich auch mal weiter reinzoomen kann um nur den Ausschnitt eines Bildes zu verwenden.

Das alles will natürlich mit Strom versorgt sein, ebenso wie Garmin-GPS für Navigation und Kindle als Buchersatz und nicht zuletzt das Notebook, mit dem ich hier schreibe. Auch hier bin ich von den vielen Einzelladegeräten weg, die ich am Anfang dabei hatte und habe mir ein kompaktes 4-fach USB-Ladegerät zugelegt. Für die Action-Cam brauche ich tagsüber 2 Akkus, damit komme ich zwischen 7 und 8 Stunden. Das GPS hält auch ca. 7 Stunden durch. Sobald ich im Hotel ankomme, startet dann die Ladeorgie. In gewissem Rahmen könnte ich auch ein paar Tage autark durchkommen, da mein Rad ein USB-Ladegerät am Nabendynamo hat. Damit lässt sich eine kleine Powerbank mit Strom versorgen und von der aus kann ich dann wieder das GPS oder die Action-Cam laden. Unglaublich, was man heute an einem Fahrrad alles für technische Spielereien haben kann. Aber genug gelangweilt, ich genieße noch meinen Abend in Bad Wiessee, bevor, nach einem kleinen Zwischensprint morgen, am Sonntag die längste Bergetappe mit über 80 KM und knapp 1.000 Höhenmetern ansteht. Nach der Erfahrung von gestern habe ich noch keine Ahnung, wie ich die schaffen soll.

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Kategorien: Radreisen

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