Anreise Schwenningen zum Neckartalradweg

Anreise Schwenningen zum Neckartalradweg

Nachdem ich mir den Freitag auch schon frei nehmen konnte, habe ich die Anreise zur Quelle des Neckars in Villingen-Schwenningen, Ortsteil Schwenningen, anders gestaltet. Wie immer hatte ich schon am Wochenende vorher alles zusammengesucht und weitgehend vorgepackt. Aber irgendwie ging mir das diesmal nicht so gut von der Hand. Obwohl ich die Checkliste x mal durchgegangen bin hatte ich das Gefühl, die Hälfte vergessen zu haben. Aber mir ist beim besten Willen nicht ein- oder aufgefallen, was das hätte sein können.

Den ursprünglichen Plan, mit dem Zug nach Villingen zu fahren, habe ich aufgegeben und stattdessen den Flixbus von Markdorf nach Engen reserviert. Von zu Hause bis Markdorf sind es gut 10 Kilometer und von Engen bis nach Deißlingen – ca. 10 Kilometer nach der Neckarquelle – nochmals gut 40 Kilometer. Abfahrt des Bus in Markdorf sollte um 11:50 Uhr sein und so bin ich um 10:45 Uhr zu Hause los geradelt. Nach der Hälfte der Strecke habe ich festgestellt, dass ich das obligatorische Abfahrtsfoto vergessen habe und da schwante mir, was ich vergessen hatte. Und richtig, ich Dussel hatte meinen Fotoapparat zu Hause liegen gelassen. Zwar hatte ich die Action-Cam für die Foto’s während der Fahrt dabei und auch mein Smartphone, aber beim fotografieren mit dem Smartphone war ich noch nie der Held. Na, das kann ja was werden.

Der Bus kam von München und war für einen Freitag-Mittag mit 15 Minuten noch fast pünktlich. Bis Engen war es nur eine gute Stunde Fahrt und, da der Bus bis dahin noch ein paar Minuten Verspätung aufgebaut hatte, war ich um 13:30 Uhr schlussendlich abfahrbereit in Engen. Vom Bushalt bis in die Ortschaft ging es schön flott bergab. Aber von der Ortsmitte in Engen begann der Weg über mehr als 10 Kilometer bergauf. Das brachte mehrere Probleme mit sich. Zum einen strengt das natürlich an. Dazu kam aber, dass die Temperatur so um 25 Grad warm war. Soweit eigentlich auch noch OK. Aber, da die Wasserflaschen für’s Fahrrad nie ganz dicht sind und während der Busfahrt alle beweglichen Teile abgenommen werden müssen, waren die Wasserflaschen komplett leer im Gepäck verstaut. Ich hatte es versäumt, in Engen eine Tankstelle anzufahren und die Flaschen mit Wasser aufzufüllen. Das rächte sich nun bitterlich, denn ich war recht schnell völlig dehydriert. Entsprechend wenig Power brachten meine Beine auf die Pedale und ich kam nur extrem mühsam voran. 

Erst das vermeintliche Pech auch noch einer Umleitung auf der Strecke brachte die Erlösung. Die Strecke führte nahe an der Autobahnauffahrt Geisingen direkt an einer stark frequentierten Tankstelle vorbei. Von den 2,5 Liter Eistee und Mineralwasser füllte ich 1,5 Liter in meine Getränkeflaschen, den Rest gab es mit einem Eis noch an der Tankstelle. 

Nun sah die Welt wieder besser aus und es ging in einem ständigen auf und ab weiter durch viele kleine Ortschaften. Als ich an Bad Dürrheim vorbei fuhr wusste ich, dass es nicht mehr weit bis nach Schwenningen war. Bergab durch einen schön angelegten Park kam ich an der Quelle an. Das Schild war leicht zu übersehen und hätte ich nicht gewusst, dass die Quelle hier sein muss, ich wäre glatt vorbei gefahren. Also angehalten, ein paar Bilder mit dem Smartphone probiert und dann gleich weiter gefahren. Es war schon 18:00 Uhr und so langsam wollte ich ans Ziel kommen. 

Der Neckartalradweg wurde vom ADFC mit 4 Sternen ausgezeichnet und das merkt man der Strecke dann auch gleich an. Bin ich bis nach Schwenningen die ganze Zeit auf mehr oder weniger stark befahrenen Nebenstraßen unterwegs gewesen, so war ich plötzlich auf einem schön angelegten Radweg unterwegs. Keine Autos mehr, nur andere Radfahrer und Fußgänger. Welch eine Wohltat. Der Neckar selber war erstmal nicht mehr als ein kleiner Bach. Aber das ist ja meist so wenn man einen Fluss von seinem Ursprung entlang fährt. So ging es raus aus Schwenningen, und vorbei am Bahnhof Trossingen, nochmal, ich weiß gar nicht zum wie vielten Mal, unter der A81 durch und dann war ich endlich in Deißlingen, meinem heutigen Etappenziel. Das Rad fand seinen Platz in der Hotelgarage und ich bekam ein ruhiges Zimmer mit Blick ins Grüne. Nach einem ausgiebigen und guten Abendessen bin ich alsbald ins Zimmer und habe sehr früh sehr gut uns sehr lange geschlafen …

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