Die Florida Keys

Die Florida Keys

Heute Morgen ging es schon bei strahlendem Sonnenschein los. Direkt vom Motel aus auf einem wunderbaren Fahrradweg. Obwohl es auf der Landkarte ja immer so aussieht, als ob es nur die durchs Meer führende Straße geben würde, habe ich die ersten 20 Kilometer das Meer immer nur ab und zu mal zwischen Bäumen oder Häusern durchspitzen sehen. Erst nach Islamorada begann der Overseas Highway seinem Namen Ehre zu machen und es begannen die Brücken über das Meer. Wirklich wunderschön zu fahren, vor allem bei dem strahlenden Sonnenschein. Aber natürlich auch ganz schön anstrengend, denn der Planet sticht unbarmherzig. Lichtschutzfaktor 50 muss auf den letzten Kilometern nochmals alles geben.

Als ich über die riesige und ellenlange Chanel Nr. 5 Bridge gefahren bin habe ich mich gewundert, dass plötzlich der Verkehr in beide Richtungen komplett abbrach. Es stellte sich heraus, dass die Brücke zeitweise von der Highway Police komplett für den Verkehr gesperrt wurde, um Filmaufnahmen zu ermöglichen. Ich hatte das Ende der Brücke noch nicht ganz erreicht, als zwei Fahrzeuge nebeneinander her losfuhren. Eines war wohl das “Action-Fahrzeug”, das andere mit Kameras bestückt. Der Verkehr staute sich dafür gewaltig auf. Da ich ja der einzige war, der die Straße entlang fuhr wurde ich öfter von den wartenden Autofahrern gefragt, was denn los sei. Als ich geantwortet habe, dass wohl Filmaufnahmen gemacht werden, haben einige fast durchgedreht. Konnte ich schon ein bisschen verstehen.

Auffallend war heute, dass es über weite Strecken ziemlich unangenehm gerochen hat um nicht zu sagen, es stank gewaltig. Ich vermute mal, dass die Ursache darin liegt, dass diese Inseln regelmäßig von Salzwasser geflutet werden und, wenn es so regnet wie gestern, auch vom Regenwasser ganz ordentlich abbekommen. Das fault dann offensichtlich ganz schön links und rechts der Straße und sorgt für diesen – Geruch. Mir ist auch aufgefallen, dass es hier sehr große Echsen gibt. Alles in allem zwischen 1 und 1,5 Meter lang. Leider sind die Tiere wenig fotogen, denn bis ich halbwegs in Reichweite für eine Aufnahme bin, verschwinden sie blitzschnell im Gebüsch neben der Straße.

Der neben der Straße verlaufende Fuß- und Radweg ist oft in einem sehr schlechten Zustand. Das liegt vermutlich ebenfalls daran, dass dieser Bereich oft vom Meer überflutet wird und damit entsprechende Schäden nicht ausbleiben. Trotzdem fahre ich sie lieber als die Radstreifen auf dem Highway, bin ich doch immer etwas weiter abseits der Straße. Das Motel in Marathon ist noch einen Ticken teurer als gestern. Dafür ist das Zimmer auch eine ganze Nummer kleiner. Allerdings sind die Zimmer in einem guten Zustand und meines ist auch abseits vom Highway, so dass ich einer ruhigen Nacht entgegen sehen kann. Noch ein Tag …

<– Tamiami – Key Largo                                          –> Marathon – Key West

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