Die Nacht war schöööön kühl – ich habe es genossen! Nach einem schnellen Frühstück habe ich mich beeilt, schnell meine sieben Sachen zusammengepackt, gezahlt und mein Rad gesattelt. Gestern noch kaum zu glauben, hatten sich alle Wolken verzogen und die Sonne strahlte vom fast wolkenlosen Himmel. Ich hatte nur knapp 40 KM vor mir, wollte aber früh am Königssee ankommen, um noch etwas unternehmen zu können.

Hat auch gut funktioniert, denn ich war bereits um kurz vor 12:00 Uhr vor meinem Hotel in Schönau. Dort hatte ich mich per Mail als Frühankömmling angekündigt und es hieß, kein Problem. Allerdings wollte die Dame an der Rezeption davon nichts wissen. Ich müsse mindestens zwei Stunden warten, bis mein Zimmer fertig wäre. Nach entsprechender Intervention hat sich die Wartezeit dann auf 30 Minuten reduziert und während ich noch mein Gepäck abgeladen habe, war dann plötzlich doch schon ein Zimmer für mich fertig. Um zum gesicherten Fahrradabstellplatz zu kommen, musste ich mein Rad mitten durch den Frühstücksraum schieben. Hoffentlich bekomme ich morgen früh einen anderen Ausgang, sonst werden die anderen Hotelgäste ihre helle Freude haben, wenn ich sie mit meinem verdreckten Rad beim Gang zum Buffett belästige.

Aber soweit war erstmal alles gut, ich hatte mein Zimmer und noch viel vor an diesem Tag. Also habe ich geduscht und meine Wandersachen rausgesucht. Dann bin ich an den Königssee gelaufen. Mein Plan war, dort mit einem der Boote über den See an St. Bartholomä vorbei, weiter zum Obersee und wieder zurück zu fahren. Dauer ca. zwei Stunden. Welcher Schock, als ich die Touristenmassen gesehen habe, die alle an der Kasse anstanden. Keine Chance für mich, hier noch eine Karte in akzeptabler Zeit zu ergattern.

Also wollte ich mich aufmachen zu meinem zweiten Vorhaben, nämlich mit der Jennerbahn bis zum Gipfel hochzufahren und von dort den Watzmann zu fotografieren. Um nicht ganz umsonst an den Königssee gekommen zu sein, habe ich den Weg zur Talstation der Seilbahn mit einer kleinen, einstündigen Wanderung verbunden. Als ich dann an der Liftstation angekommen bin, kam der nächste Schock. Die Bahn hat seit März 2017 geschlossen, wird komplett neu gebaut und macht erst im Frühjahr 2018 wieder auf. Kann man im Internet auch nachlesen, habe ich im Vorfeld nur leider nicht getan. Hmm, irgendwie war das heute wohl ein Satz mit X.

Na ja, auf jeden Fall bin ich am Startpunkt des Königssee-Bodensee-Radwegs angekommen, habe auch eine kleine Bergwanderung unternommen und hoffe nun, dass hier auch ein ordentliches Restaurant gibt, in dem man vernünftig Abendessen kann. Für diese Massen an Touristen, die diesen Fleck tagsüber bevölkert haben, bin ich irgendwie nicht gemacht. Bin gespannt, wie es mir dann morgen auf der ersten Bergetappe ergeht :-).

<– Ruhetag Salzburg                                                      –> Etappe Königssee – Traunstein

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Kategorien: Radreisen

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