Von Deißlingen nach Tübingen

Von Deißlingen nach Tübingen

Die Nacht war äußerst erholsam, ich habe tief und fest geschlafen. Als ich morgens aus dem Fenster geschaut habe, war der Himmel wolkenlos. Da ich heute 95 Kilometer vor mir hatte, ging es nach einem ausgiebigen Frühstück auch gleich auf die Straße. Aber was für ein Unterschied zu gestern. Während ich gestern Jacke und Unterhemd ausziehen musste, so warm war es, habe ich heute gleich mal den Reißverschluss bis oben hin zugezogen. Es war bitter kalt. Das schlimmste war aber der starke, bissige Wind, der mit entgegen wehte. Und der sollte mir auch den ganzen Tag auf der gesamten Strecke erhalten bleiben. 

Letztendlich war das heute auch mein Hauptgegner. Obwohl es flussabwärts ging hatte die Strecke zwar immer wieder sehr heftige Steigungen, aber ermüdend war der starke Gegenwind, der mir wirklich den ganzen Tag kräftig entgegen blies. Aber beim los fahren konnte ich das ja erstmal nur erahnen. Raus aus Deißlingen ging es nach wenigen Kilometern schon durch Rottweil. Sehr markant und nicht zu übersehen der spacige Testturm von Thyssen-Krupp. Passt so gar nicht zum historischen Stadtbild von Rottweil. 

Nach Rottweil ging es erstmal für viele Kilometer durch Wälder und Wiesen nach Oberndorf am Neckar. Von dort aus weiter durch das Neckartal über Sulz am Neckar bis nach Horb am Neckar. So langsam machte mir der Wind zu schaffen und ich spürte meine Beine. Immerhin war es der erste Tag und ich war es noch nicht wieder gewohnt, den ganzen Tag im Sattel zu sitzen. Aber es nutzte ja nichts, ich musste weiter. Ich war doch recht froh, als ich endlich Rottenburg erreicht hatte, denn nun waren es nur noch etwa 13 Kilometer bis zum Ziel. Vorbei an der Wurmlinger Kapelle und durch Hirschau kam ich dann endlich in Tübingen an. Was für eine schöne Stadt. Obwohl ich meine Lehrjahre in Reutlingen verbracht habe, ist mir nie aufgefallen, wie schön und gut erhalten Tübingen doch ist. Allerdings lag mein Hotel in der Altstadt und dahin ging es nochmal gewaltig bergauf. Dafür durfte ich mein Rad dann in der Garage des Hotels einstellen und mein Zimmer im Altbau des Hotels beziehen. 

Abends ging es dann runter in die Stadt auf der Suche nach einem Restaurant. Leider war die Nacht dann sehr unruhig, denn in den Gassen von Tübingen herrschte doch die ganze Nacht reichlich Trubel. 

<– Anreise Neckarquelle                                             –> Tübingen – Stuttgart

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